Steirisches BZÖ fordert "Energiecluster" für die Obersteiermark
MAGNA-Autocluster hat sich bewährt - Obersteiermark könnte
Modellregion für "Steiermark energieautark" werden
Graz (BZC - 08.02.2010 10:12 Uhr) Die Obersteiermark - insbesondere die Region rund um
Knittelfeld, Leoben, Bruck und Mürzzuschlag - sei einer der
Hauptleitragenden der Auswirkungen der Wirtschaftskrise. Man müsse
daher dieser Region mit gezielten Investitionsprogrammen beim Umstieg
der Wirtschaft helfen. Dies schaffe Arbeitsplätze, die Region dürfe
nicht weiter das Stiefkind der steirischen Landesregierung sein,
fordert heute der steirische BZÖ-Chef und Nationalratsabgeordnete
Gerald Grosz.
"Gerade der Autocluster hat trotz aller Schwierigkeiten in Graz
gezeigt, dass man auch unter katastrophalen Bedingungen das
wirtschaftliche Formtief durchtauchen kann. Der Leitbetrieb MAGNA ist
nur eines der vielen guten Beispiele dafür, wie man Arbeitsplätze
auch in schwierigen Zeiten erhalten kann und dies ist nicht zuletzt
auch ein Resultat der Clusterbildung im Bereich des Automobilsektors.
Es wäre daher an der Zeit, aus diesen Beispielen die Lehren zu ziehen
und beispielsweise in der Obersteiermark einen "Energiecluster" zu
forcieren", so Grosz.
Gerade diese "ausgehungerte Region" könne ein Modellprojekt für das
vom BZÖ vorgeschlagene Modell "Steiermark energieautark" werden. Das
steirische BZÖ schlägt daher die Schaffung eines Kompetenzzentrums
für erneuerbare Energien auch im Zusammenhang mit einer geforderten
Nutzung der bestehenden Ressourcen der Montan-Universität-Leoben
gerade in den Bereichen der Geothermie vor. Mit der gezielten
Ansiedelung von Leitunternehmen im Bereich der Solarthermie und
Photovoltaik könne man die Wirtschaft "Schritt für Schritt
umstellen". Auch sei eine Vernetzung mit dem Automobilcluster im
Bereich der Elektromobilität sehr sinnvoll. "Österreich ist
Schlusslicht in der Geothermie, aber die Obersteiermark hat gerade
aufgrund ihrer Lage hervorragendes Potential dafür", so Grosz.
"Unsere Forderungen wären nur ein erster Schritt. Wenn es eine
politische Übereinkunft darüber gibt, die Obersteiermark zum
Kompetenzzentrum für erneuerbare Energien zu machen, kann aus dieser
Region ein "Energie-Valley" entstehen, das weitere Betriebe anzieht
und damit Arbeitsplätze schafft. Das wäre einmal eine innovative
Lehre aus der Wirtschaftskrise und den Folgen wie der Abwanderung von
Betrieben wie AT&S und Co.", so Grosz.
Rückfragehinweis:
BZÖ-Steiermark/Presse
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OTS0056 2010-02-08/10:12
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