ARBÖ Wien: Eine City-Maut in Wien würde Staus und Verkehr erhöhen
Statt in der Mariahilfer Straße würden Stauflüchtlinge in die
Einkaufszentren am Stadtrand ausweichen - Alle betroffen
Wien (NAR - 08.02.2010 10:44 Uhr) Eine City-Maut innerhalb Wiens würde weder die Staus
reduzieren, noch den Verkehr, warnt der Landesgeschäftsführer des
ARBÖ Wien, Dir. Herbert Hübner. Ganz im Gegenteil: Mautflüchtlinge
würden auf bereits belastete Routen ausweichen, sodass es dort zu
noch größeren Staus kommt. Auch die Verkehrswege würden sich dadurch
verlängern.
Zur Situation: In Wien gibt es in der Früh und am Abend - wie in
jeder Großstadt - an ganz bestimmten Punkten zähflüssigen Verkehr
oder Staus. Tägliche Staupunkte sind etwa die Nordbrücke, der Gürtel
und vor allem die Tangente. "Bei einer City-Maut innerhalb Wiens
würden sich diese notorischen Staupunkte in jedem Fall noch weiter
verschärfen", so Dir. Hübner, egal ob die Mautzone beim Ring oder
beim Gürtel beginnt. Bei einer City-Maut am Ring würden die
Autofahrerinnen und Autofahrer auf die Zweierlinie und auf den Gürtel
ausweichen und dort für mehr Staus sorgen. Wer von Wien-Neubau (7.
Bezirk) nach Wien-Erdberg (3. Bezirk) zur Arbeit muss, würde nicht
mehr über den Ring und Kai fahren, sondern über die Zweierlinie.
Eine Maut beim Gürtel würde ebenfalls dazu führen, dass man
großräumig ausweicht und z.B. der Altmannsdorfer Ast bzw. die
Tangente noch stärker belastet werden als bisher. "So würden
Mautflüchtlinge bei einer City-Maut beim Gürtel nicht mehr in der
MariahilferStraße einkaufen, sondern gleich in die Einkaufszentren
nach Niederösterreich fahren und damit die Stausituation auf der
Tangente bzw. dem Altmannsdorfer Ast weiter verschärfen." Von einer
City-Maut wären früher oder später alle betroffen. "Wer ins AKH zu
einer Untersuchung muss oder dort kranke Verwandte oder Bekannte
besuchen will, müsste bei einer City-Maut am Gürtel Eintritts- und
Austrittsgeld zahlen, zusätzlich zu den Gebühren für die Garage",
stellt Dir. Hübner klar. "Dass die Gebühren für die Parkgarage bei
einer City-Maut wegfallen, ist eine trügerische Illusion. Es gibt
keine gesicherten Aussagen, dass die Kurzpark-Gebühren oder das
Parkpickerl im Falle einer City-Maut einfach wegfallen würden", so
Hübner. Geht es gar nach dem Willen der Grünen, kommt die City-Maut
auf alle Fälle zu den bestehenden Gebühren für die
Parkraumbewirtschaftung hinzu (Kurzparkzone, Parkpickerl usw.). "Kein
Mensch braucht in Zeiten wie diesen eine zusätzliche Belastung, weder
die Arbeitnehmer noch die Arbeitgeber und schon gar nicht
Pensionisten, Arbeitslosen oder Studenten. Besonders dann nicht, wenn
die vor zwei Jahren verschärkte Parkraumbewirtschaftung (Kurzparkzone
bis 22.00 Uhr) greift und der Autoverkehr in den innerstädtischen
Bezirken ohnehin rückläufig ist".
Rückfragehinweis:
ARBÖ Wien
Dir. Herbert Hübner
Tel.: 0664/60 123 334
mailto: herbert.huebner@arboe.at
http://www.arboe.at
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