ÖAMTC: UNO ruft Zehn-Jahres-Aktionsplan für Verkehrssicherheit aus
Maßnahmen gegen die "Epidemie Verkehrsunfälle" gefordert - weltweit
1,2 Millionen Verkehrstote pro Jahr
Wien (OCP - 03.03.2010 10:06 Uhr) Weltweit sterben jährlich rund 1,2 Millionen Menschen
bei Verkehrsunfällen. Und der Zeiger weist in die falsche Richtung.
Bis 2020 könnte sich die Zahl der Verkehrsopfer sogar verdoppeln.
"Das kann man verhindern", ist ÖAMTC-Präsident Werner Kraus
überzeugt. In seiner FIA-Funktion (Präsident der FIA-Region 1 -
Europa, Naher Osten und Afrika) setzt er sich seit Jahren für
internationale Maßnahmen in der Verkehrssicherheit ein. Das große
Ziel der FIA war ein Zehn-Jahres-Aktionsplan für Verkehrssicherheit.
Denn mit den richtigen Maßnahmen könnten von 2010 bis 2020 fünf
Millionen Todesopfer und 50 Millionen Schwerverletzte im Verkehr
verhindert werden. Gestern Abend hat der ÖAMTC dieses Ziel erreicht -
die UNO hat die "Decade of Action for Road Safety" offiziell in New
York ausgerufen. "Damit haben wir den Grundstein gelegt", zeigt sich
Kraus erfreut. "Die politisch Verantwortlichen richten den Blick
endlich auf dieses Problem. Jetzt gilt es, gemeinsam Maßnahmen zu
setzen."
Die Unfallzahlen sind weltweit erschreckend. Über die Hälfte der
Verkehrsopfer zählen zur Altersgruppe der 15- bis 44-Jährigen, also
zur Hauptgruppe der Familienerhalter und Erwerbstätigen. Am stärksten
betroffen sind Schwellen- und Entwicklungsländer. "Ganz besonders
gefährdet sind die Jüngsten", so der ÖAMTC-Präsident. "Alle drei
Minuten stirbt ein Kind im Straßenverkehr." 96 Prozent der
Verkehrsunfälle, bei denen Kinder getötet werden, passieren in
Entwicklungs- und Schwellenländern. Dort müssen besonders rasch
Maßnahmen gesetzt werden. "Oft sind es für uns scheinbar einfache
Dinge wie Schutzhelme, Sicherheitsgurte und Zebrastreifen, mit denen
schon viel bewirkt werden kann", sagt der ÖAMTC-Präsident. Der Club
wird sich im Rahmen seiner FIA-Tätigkeit dafür einsetzen, dass dem
politischen Bekenntnis nun rasch Taten folgen.
Zwtl.: "Zeit zu handeln" - auch in den Industrieländern
Auch in den westlichen Industrieländern ist noch viel zu tun.
Verkehrsunfälle sind die häufigste Todesursache bei jungen Menschen
in Europa und den USA. In Österreich wird seit Jahrzehnten viel für
die Verkehrssicherheit getan. Gemessen am Standard sind die
Unfallzahlen aber nach wie vor zu hoch. Im vergangenen Jahr
verunglückte auch in Österreich alle drei Stunden ein Kind im
Straßenverkehr. Im europäischen Vergleich liegt Österreich bei den
Unfallzahlen im Mittelfeld. Zu den verkehrssichersten Ländern Europas
gehören die Niederlande, Schweden, England und Dänemark.
Weitere Informationen zum Thema findet man auf der Homepage des
Clubs: www.oeamtc.at/makeroadssafe
(Schluss)
Rückfragehinweis:
ÖAMTC-Öffentlichkeitsarbeit, Claudia Kesche, Tel.: +43 (0) 1 711 99-1218, mailto:pressestelle@oeamtc.at, http://www.oeamtc.at
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